Die somatische Bewegungspraxis ist ein Umfeld, in dem Sicherheit erfahrbar wird, ein Raum, der Entspannung ermöglicht und dazu einlädt, sich dem eigenen inneren Erleben zuzuwenden. Erst dann kann Ruhe einkehren und Empfindungen sowie innere Impulse werden deutlicher wahrnehmbar.
Sich Zeit zu nehmen, Bewegungen absichtlich zu verlangsamen und dabei die eigenen Empfindungen mit Achtsamkeit zu verfolgen, gehört zu den zentralen Prinzipien vieler somatischer Praktiken. (Feldenkrais, Rolfing, Anna Halprin)
Im wachen Empfinden wird die unnötige Anspannung als Ziehen im Nacken oder als ein Gefühl von Enge, spürbar. Im Moment des Erkennens kann die Bewegung anders ausgeführt werden, vielleicht weicher oder mit weniger Kraftaufwand. Das Ziel ist es, eingespielte Muster zu erkennen und einen Erfahrungsraum zu eröffnen, in dem sie genauer wahrgenommen und neu organisiert werden können. Es entstehen neue Wahlmöglichkeiten, nicht nur in der Bewegung, sondern auch im Denken und Handeln. Das spielerische bewegen mit Bewegungen aus der frühen Kindheit kann helfen, ursprüngliche Ressourcen wieder zugänglich zu machen und die Selbstorganisation zu verbessern.

